Einmal im Jahr laden das renommierte Copenhagen Institute for Futures Studies und Dansk Industri zu einer gemeinsamen Konferenz nach Kopenhagen. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Fragen, wie neue Technologien und menschliches Denken und Handeln in Zukunft zusammenarbeiten und welche Zukunftsszenarien sich daraus für Gesellschaft, Wirtschaft und Organisationsstrukturen in Unternehmen ergeben.
Um es vorweg zu nehmen: Das interdisziplinäre Lineup an Speakerinnen und Speakern überzeugte. Besonders hervorzuheben sind sicher die Vorträge von Andrew Maynard, Professor für Advanced Technology Transitions an der Arizona State University, mit seinem Plädoyer für einen verantwortungsvollen, menschlicheren Zugang zur KI und Jess Jorgensen, Gründerin von Sporesight, mit ihrer Fungi-Methode, sozusagen ein Gegenmodell zur Linearität in Wirtschaft und Gesellschaft.

Dazu kam die ganz wesentliche Fokussierung in allen Beiträgen auf zwei Zukunftsaspekte, nämlich foresight und prepardness. Denn: Technologiebegeisterung allein kann als Zukunftskompetenz nicht (mehr) genügen. Es braucht Fachkompetenz, eine substanzielle Technikfolgenabschätzung und die richtigen Tools, um organisatorisch und strukturell als Unternehmen für morgen die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Damit rückte das Summit erfreulicherweise nicht einzelne Trends oder Tools, sondern die Frage, wie Unternehmen und Führungskräfte mit möglicherweise noch unklaren, meist disruptiven technologischen Entwicklungen umgehen und sich darauf vorbereiten können, in den Mittelpunkt des Kongresses. Dieser Ansatz überzeugte nicht nur mich und lud tatsächlich zu vielen Gesprächen über Branchengrenzen hinweg ein.

Der Tenor war dabei einhellig: Innovationen können längst nicht mehr isoliert betrachtet, sondern müssen mit (wirtschaftlicher und ethischer) Verantwortung sowie einer langfristigen Wertschöpfungsperspektive verknüpft werden. Abläufe ändern sich, Aufgaben verschieben sich, neue Rollen und Zuständigkeiten entstehen.
Es geht jetzt also darum, frühzeitig zu verstehen, welche Entwicklungen bevorstehen, und die eigene Organisation so auszurichten, dass sie darauf nicht nur reagiert, sondern bewusst und verantwortungsvoll handeln kann. Transformation und Innovation sind zunächst herausfordernde, strukturelle Themen.
Und echte Transformation beginnt nicht mit vielen neuen, schillernden Tools, sondern mit der unternehmerischen Klarheit über Verantwortung, Kommunikation, Wirkung und die Frage, welche Zukunft man aktiv mitgestalten will.
Darin werde auch ich mit zwack.marketing weiter intensiv arbeiten.
