Kühl und grau war es in Stockholm. Die Gespräche dafür umso offener und vor allem zukunftsorientierter. Mit dem Stockholmer Kommunikationsexperten Kjell Jacobsson konnte ich kürzlich über die Herausforderungen – und Potenziale – von Kommunikation in disruptiven Zeiten sprechen.
- Disruption ist kein Ausnahmezustand: Sie ist allgegenwärtig. Märkte, Technologien und gesellschaftliche Erwartungen verändern sich simultan. Kommunikation muss diesem Tempo standhalten – strategisch, konsistent und glaubwürdig, vor allem aber menschenzentriert und persönlich.
- Klarheit schlägt Lautstärke: In Phasen hoher Unsicherheit suchen Mitarbeitende, Kunden und Partner keine perfekten Antworten, sondern Orientierung. Wer Komplexität strukturiert und transparent adressiert, schafft Vertrauen und Akzeptanz.
- Führung ist heute vor allem eine Kommunikationsleistung: Transformation scheitert selten an der Strategie, sondern an mangelnder Anschlussfähigkeit. Narrative, die Sinn stiften und Beteiligung ermöglichen, sind viel entscheidender als endlose Sachinformationen.
- Räume machen den Unterschied. Netzwerke (in unserem Fall das Impact-Hub-Network, das uns zusammengebracht hat) ermöglichen erst den notwendigen Perspektivwechsel und Dialog, also den Austausch von Mensch zu Mensch. Genau das brauchen wir, um Geschäftsmodelle, Organisationen und Unternehmenskulturen neu zu denken.
Danke, Kjell für unseren Austausch!
